Erich-Hauser-Gewerbeschule Rottweil
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Neuigkeiten
07.40.2019, 40: Uhr | Moser / Frank
Was tun, bevor der Einbrecher kommt?

Wohnungs- und Hauseinbruch kann jeden treffen.
Metallbauer sind gefragte Handwerker wenn es um Einbruchschutzmaßnahmen und präventive Maßnahmen rund ums Gebäude geht. Die Polizei berät Endkunden präventiv und nimmt einen möglichen Schaden im Ernstfall auf.


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Auf die Frage „Was tun, bevor der Einbrecher kommt?“ gab Josef Bronner den Metallbauern des dritten Lehrjahres der Erich-Hauser-Gewerbeschule Rottweil Antwort. Bronner, Kriminalhauptkommissar im Polizeipräsidium Tuttlingen, Referat Prävention, folgte der Einladung von Klassenlehrer Anton Frank zu einem Vortrag zum Thema Einbruchschutz am 19.03.2019 sehr gerne.

Zunächst verwies er voller Stolz auf die geringen Einbruchszahlen in der Region. In Baden-Württemberg ist laut aktueller Statistik aus dem Jahr 2017, 8437 mal eingebrochen worden. Davon gab es nur 266 Einbrüche in der Region Tuttlingen und innerhalb der Region wiederum nur 49 im Landkreis Rottweil.

Der Kriminalhauptkommissar meinte aber auch, dass natürlich jeder Einbruch schon einer zu viel sei. Insbesondere verwies er auf die psychologische Situation der Opfer. Materieller Besitz würde zwar von der Versicherung ersetzt, ideelle Werte, wie z.B. das Schmuckkästchen der Oma, könnten leider nie ersetzt werden. „Wenn ich vorher gewusst hätte, dass mich das so berührt, hätte ich was gemacht“, hört er des Öfteren als typischen Satz, wenn es zu spät ist.

Nachdem die Metallbauer ins Thema eingestimmt waren, ging es daran, wie man einen Einbruch technisch so unwahrscheinlich wie möglich machen kann.
Fenster und Türen im Erdgeschoss werden schnell als Schwachstellen durch Einbrecher ausgemacht. In den Fenstern seien statt den billigen Rollzapfenverriegelungen die besseren Pilzkopfverriegelungen zu empfehlen. Wenn diese speziellen Verriegelungen dann noch ringsum am Fenster angebracht seien, dann benötige der Einbrecher mit seinem Lieblingswerkzeug, dem Schraubendreher, nicht nur 30 Sekunden, sondern viele Minuten, um das
Fenster zu öffnen. Solange würde sich kein Einbrecher Zeit nehmen, das Entdeckungsrisiko sei einfach zu groß, so Bronner.
Weitere gute Ratschläge zur Sicherheit von Türen, Tresoren und Alarmanlagen gab Herr Bronner im Anschluss. Nach einigen Rückfragen der Metallbauer war sein Besuch nach einer interessanten und informativen Doppelstunde schon vorbei.

Mit diesem 90-minütigen, spannenden Austausch zwischen Kriminalhauptkommissar Bronner und den Metallbauern im dritten Lehrjahr wurde eine wichtige Schnittstelle geschaffen. Die Auszubildenden wurden nicht nur mit technischen Zusammenhängen beim Einbruchschutz und Normen, sondern auch in gewissem Maß mit der Denkweise der Täter konfrontiert. Der Vortrag war  ein wichtiger Beitrag für die zukünftigen Spezialisten im Metallbau.



aktualisiert von Volkwein, 01.05.2019, 20:51 Uhr